

Die Serie behandelt den Alltag des Landtierarztes James Herriot. Die Serie beginnt Ende der 30er Jahre, als der junge Herriot seinen Dienst als Assistent des erfahrenen Siegfried Farnon in der Grafschaft North Yorkshire im Norden Englands antritt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten werden die beiden zu Partnern und engen Freunden.

























Wenn Siegfried am frühen Morgen vor der Schlafzimmertür seines Bruders ein Ständchen anstimmt, hat das nichts Gutes zu bedeuten. Langschläfer Tristan ist zu Siegfrieds Ärger allerdings nicht bereit, bei dem schönen Wetter die Sprechstunde zu übernehmen. Als für ihn auf seiner Visite-Liste auch noch sämtliche schwierigen Fälle zu verarzten sind, besteht er darauf, mit Siegfried zu tauschen. Über die Warnung seines Bruders vor dem verzogenen Hausschwein Gracie kann er nur müde lächeln. Aber dann lernen nicht nur Tristans Schuhe die übermütige Sau kennen. Mit einer abgebrochenen Heugabel im Kühler und einer kleinen Katze im Auto flieht Tristan vor der wilden Gracie.

Im Herbst 1937 – nach Abschluss seines Studiums – macht sich der Schotte James Herriot auf den Weg nach Yorkshire. Er hofft, eine Anstellung als Assistent in der Landpraxis des Tierarztes Siegfried Farnon zu bekommen. Farnon, ein skurriler, lebensfroher Junggeselle, will dem eifrigen jungen Mann eine Chance geben. Zunächst jedoch muss James sein Können unter Beweis stellen. Farnon nimmt ihn mit über Land und konfrontiert ihn nicht nur mit dem ‚lieben Vieh‘, sondern auch mit den dickköpfigen Farmern, die dem Anfänger mit Skepsis oder gar Spott begegnen.

Der junge Tierarzt James Herriot kann mit sich zufrieden sein: Er wird seine Anstellung als Assistent in der Landpraxis von Siegfried Farnon behalten. Seine erste selbstständige Diagnose, die zur Erschießung eines wertvollen Pferdes führte, hat sich als richtig erwiesen. – Es lässt sich aber nicht vermeiden, dass dem frisch gebackenen Doktor hin und wieder ein Irrtum unterläuft – zum Glück ohne ernste Folgen, wenn man davon absieht, dass die einheimischen Farmer das ‚Greenhorn‘ mit gutmütigem Spott verfolgen.

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Mit einem klapprigen Austin fährt James Herriot über Land und besucht die weit auseinander liegenden Bauernhöfe. Tristan Farnon hat allerdings schnell herausgefunden, dass es nicht Aldersons krankes Kalb ist, das die besondere Aufmerksamkeit seines Freundes James erregt hat, sondern die Farmerstochter Helen. Tristan hält es deshalb für seine Pflicht, James darauf aufmerksam zu machen, dass er einen Rivalen hat: den wohlhabenden und leider auch noch gut aussehenden Verleger Richard Edmundson. Tristan vermutet, dass James nicht in der Lage ist, den Kampf allein aufzunehmen, und er ist fest entschlossen, seine diplomatischen Fähigkeiten in den Dienst des Freundes zu stellen.

Der Landtierarzt Siegfried Farnon hat festgestellt, dass er in seinem jungen Kollegen James Herriot einen zuverlässigen Mitarbeiter gefunden hat, der in der Lage ist, eigenverantwortlich zu handeln. Trotzdem kann Siegfried es nicht lassen, hin und wieder ein Haar in der Suppe zu suchen. So hält er James vor, dass sein Materialverbrauch während der Behandlung unangemessen hoch sei, und er fordert ihn auf, den ökonomischen Aspekt seiner Tätigkeit stärker zu beachten. Als die beiden dann gemeinsam vor dem Problem stehen, das scheinbar hoffnungslos erkrankte Pony einer Zigeunerfamilie zu retten, kann James zu seiner Beruhigung feststellen, dass Siegfrieds Ratschläge nur theoretische Bedeutung haben.

Farmer Cranford, einer der größten Grundbesitzer der Gegend, ist ein schwieriger Kunde, auf den Siegfried Farnon gern verzichten würde. Als Cranford um einen Besuch bittet, drückt er sich und schickt seinen jungen Kollegen James Herriot. Cranford will sich vom Doktor bestätigen lassen, dass seine Kuh durch Blitzschlag ums Leben gekommen ist. Herriot besteht jedoch darauf, das Tier vorher zu untersuchen und stellt fest, dass nicht höhere Gewalt, sondern Herzversagen die Todesursache war. Cranford plant einen Versicherungsbetrug. Weil Herriot nicht mitspielen will, droht ihm der Farmer, seinen Ruf zu ruinieren. Herriot lässt sich jedoch seine gute Laune nicht verderben.

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James Herriot hat bisher nicht feststellen können, welche Krankheit die Kühe des Bergbauern Dalby befallen hat. Siegfried Farnon tut die vom Unglück verfolgte Familie leid, und er bietet dem jungen Kollegen seine Hilfe an. Aber schließlich ist es doch Herriot, der das Problem löst und die Dalbys vor dem Ruin bewahrt. Ein „schwieriger Fall“ ist auch Mr. Mulligans Hund Clancy. Siegfried Farnon findet immer wieder einen Grund, die Untersuchung hinauszuschieben, denn Clancy ist überwältigend stark und temperamentvoll. Wieder ist es Tristan, der sich im Auftrag seines Bruders des „Bagatellfalls“ annehmen muss.

Siegfried Farnon erhält eine Einladung zum Pferderennen. Er vermutet, dass General-Major Ransom, eine einflussreiche Persönlichkeit, bestimmte Absichten mit ihm hat: Die Nordwest-Rennbahn sucht einen Tierarzt, der die Pferde betreut – und Farnon gilt als Experte. – Siegfried erscheint zum Rennen und bemüht sich, auch bei den Damen der Gesellschaft einen guten Eindruck zu machen. Da läuft ihm ein alter Freund, Tierarzt Brannon, über den Weg. Die beiden stoßen so ausgiebig auf alte Zeiten an, dass Ransom beschließt, sich nach einem anderen Experten umzusehen.

James und Helen Herriot haben ihre Hochzeitsreise angetreten. Da James sich verpflichtet hat, während der Flitterwochen Tuberkulin-Tests auf den umliegenden Farmen durchzuführen, kommen die beiden über Yorkshire nicht hinaus. Siegfried Farnon belohnt den Eifer seines jungen Kollegen, indem er ihm anbietet, sein Partner zu werden. Außerdem will Farnon dem Ehepaar Herriot ein Zimmer in seinem Haus zur Verfügung stellen, bis das Geld für eine eigene Wohnung reicht. Helen hat schnell begriffen, wie sie sich nützlich machen kann: nicht nur bei Mrs. Hall in der Küche, sondern auch in der Praxis, die sich seit Mrs. Harbottles Abgang wieder im alten chaotischen Zustand befindet.

Nachdem er seine Prüfung hinter sich gebracht hat, kehrt der angehende Tierarzt Tristan Farnon nach Darrowby zurück. Siegfried zweifelt diesmal nicht daran, dass sein Bruder das Examen bestanden hat, zumal er sich überaus optimistisch gibt. Seinem Freund James Herriot gegenüber lässt Tristan jedoch durchblicken, dass er seine Chancen äußerst gering einschätzt. – Den ehrgeizigen Studenten Richard Carmody, den Siegfried für die Übergangszeit in die Praxis genommen hat, empfindet Tristan als Ärgernis, denn Siegfried wird nicht müde, Carmody als leuchtendes Beispiel hinzustellen.

Tristan Farnons Befürchtungen haben sich bestätigt: Er ist wieder einmal durchs Examen gefallen. Tristan weiß, dass der Zorn seines Bruders Siegfried fürchterlich sein wird. James Herriot rät dem Freund, vor Bekanntgabe der Katastrophe zunächst alles zu tun, um Siegfried positiv zu stimmen. Tristan sieht ein, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich vorübergehend von seiner besten Seite zu zeigen. Siegfried ist denn auch höchst erstaunt, als Tristan plötzlich bereit ist, die unangenehmsten Arbeiten in der Praxis zu übernehmen und seine Besuche in Darrowbys Pub drastisch einzuschränken. Tristan steigert seine Arbeitswut derart, dass Siegfried in der Lage ist, eine Zeitlang ohne seinen Partner James Herriot auszukommen, denn Tierarzt Grier hat sich den Arm gebrochen und um eine Vertretung gebeten.

Farmer Kitson hat es aus Sparsamkeitsgründen wieder einmal unterlassen, rechtzeitig den Tierarzt zu rufen. Als er sich endlich doch noch entschließt, scheint es zu spät zu sein: Sein Mutterschaf hat – nach einer komplizierten Geburt – derart schwere Verletzungen davon getragen, dass Herriot rät, das Tier töten zu lassen. Um ihm weitere Qualen zu ersparen, gibt er ihm eine starke Narkose – in der Hoffnung, dass es nicht mehr erwachen wird. Um so mehr überrascht es James, als Kitson ihm nach zwei Tagen mitteilt, dass sein Schaf wieder wohlauf und die Entzündung verheilt ist.




